Hildesheimer Lyrikwettbewerb 2014: Was mir heilig ist
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In den Kopf greifen

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1 In den Kopf greifen am Sa 31 Mai 2014, 06:24

EmpathiriamBlau


Wettbewerbsteilnehmer
In den Kopf greifen

Zufrieden, nicht übers Wasser 
zu gehen
und mit einem Bisschen Brot
zu leben
ohne abgebrochene Absätze,
aussetzend beim Eklatanz-Turnier,
ohne abgebrochene Vorsätze,
übersetzend über ein Meer,
das dich auch ohne Gebötchen
annimmt als Tropfen
auf den heißen Randstein,
dem andere folgen werden
weil du eins bist:
du.

Zufrieden, nicht wie ein Vogel
zu fliegen
und am Boden
zu bleiben
allen Überfliegern zum Trotz
und zufrieden zu trinken
aus der Quelle der Inspiration,
die dich nicht jünger
nicht schöner
nicht unsterblich macht,
aber kühlend ist wie der erste 
wertvolle Tropfen
der du bist,
am Boden geblieben,
bei mir.
Du.
Wir.

Nicht allein
wachsend,
ein in die Zeit,
hat dein Credo 
mich neu gemacht.
du siehst mich
wie im Spiegel
ungesagter Worte,
das Unwort, mich,
aber langsam,
langsam dunkle ich
ein.
Wo ich gehe,
schlafen die Winde
und neigt sich
die Blüte zur Nacht
im Spiegel
wo sie immer
schlafend ist,
wenn du mich vergisst,
klebe ich wie ein Abziehbild
an einem alten Radio,
dem niemand mehr zuhört
und die Stille
lautet weit.
Ich schaue aus
dem Spiegel in deine Welt.
dein Gesicht kann
dem Spiegel 
vergeben.
Weil ich dir so vieles
bin,
nur nicht vergessenswert.

dir muss ich
nicht in den Kopf
greifen
um mit eigenen Händen
zu sehen
ob ich noch da drin bin,
denn du hältst
mich fest,
bin ich auch nur noch 
ein Abziehbild im Spiegel.

du lässt mich überleben, 
in deinem Kopf,
unsterblich sein:
Kein Traum.

zum Spiegel sagst du nicht: 
Du bist für mich gestorben.
Sagst: 
Ich mag dich.
Du gehst nicht über Wasser,
aber unter meine Haut.
Sagst:
Du siehst nicht in die Zukunft,
aber in meine Seele.
 
Ich spiegle deine Worte
in mein Herz
aus Glas ein
und denke:
  ZERBRECHLICH,
  aber auch:

Zufrieden ganz
sein.
Ganz zufrieden
sein.
Du lebst mich
weiter.

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