Hildesheimer Lyrikwettbewerb 2014: Was mir heilig ist
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Mein Glück

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1 Mein Glück am Mi 28 Mai 2014, 01:14

Daniela


Wettbewerbsteilnehmer
Kürzlich hat mir jemand erzählt,
dass zum Glücklichsein
die Zeit ihm fehlt.
Da wären so viele Aufgaben und Pflichten
zu erledigten und zu verrichten.
Da sei kaum Zeit, um auszuruh`n,
geschweige denn, um sich etwas Gutes zu tun.

Das hörte sich für mich furchtbar an,
wenn mann wegen all der Arbeit
nicht glücklich sein kann.
Nein, das durfte mir nicht passieren,
mein Glück, das wollte ich nicht verlieren.
Rasch musste einen Entschluss ich fassen,
um ja mein Glück nicht zu verpassen.
Da gab es nur eine Möglichkeit:
Für mein Glück brauchte ich ausreichend Zeit.
Ich musste einfach schneller leben,
um meinem Glück mehr Zeit zu geben.

So bin ich, um etwas Zeit zu sparen,
mit dem Auto einfach etwas schneller gefahren.
Habe gegessen, bevor ich hungrig war,
ehe ich losfuhr, war ich schon da.
Kaum eingeschlafen, war ich schon wieder wach,
davor war für mich eher gleich danach.
Kaum zu Hause war ich schon wieder fort,
noch nicht einmal hier, war ich schon dort.
Um mein Glück brauchte ich mich jedenfalls nicht mehr zu sorgen,
denn heute war für mich schon morgen.

Die Zeit für mein Glück reichte nun sicher aus,
denn ich war ihr stets einen Schritt voraus.
Doch Moment einmal, was war denn das?
In meinem Leben fehlte jetzt was.
Nun hätte ich ihm so viel Zeit gegeben,
und von meinem Glück war nichts mehr zu sehen.
Dabei hatte ich mir gedacht,
ich hätte alles mehr als nur richtig gemacht.

Da hab ich mich kurz umgedreht,
ratet mal, wer vor mir steht!
Mein Glück, müde und total geschafft,
außer Atem und ohne Kraft.
"Ja Glück, wo kommst denn du jetzt her?
Seit Tagen finde ich dich nicht mehr."
Mein Glück musst kurz verschnaufen
und sagte dann: "Ich bin dir nachgelaufen!
Doch du bist so schnell gezischt,
ich hab dich einfach nicht erwischt!"

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