Hildesheimer Lyrikwettbewerb 2014: Was mir heilig ist
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Abendtrost

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1 Abendtrost am Fr 11 Apr 2014, 08:33

Samuel Sabruto


Wettbewerbsteilnehmer
Abendtrost
 
Sie kommen und läuten die Dämmerung ein,
geleitet, gezogen, denn bald wird es Nacht.
Sie fliegen, sie gleiten zum Schwarme erwacht,
als müsste der Himmel der ihre nun sein.
 
Auf Straßen, auf Plätzen, da spürt man: es weht!
Heran weht die luftige Kraft,
ein Sog, der sich selber Gestalt stark verschafft,
im schwarzdunklen Flickwerk zur stillen Komplet.
 
Wärmender Friede umgibt diese Schar,
ihr Lied ist ein knorriges Ächzen.
Stimmen erzählen matt-müde und krächzen:
„Tag, musst nun gehen, denn vorbei, was geschah!“
 
Sie suchen nach Plätzen zur nächtlichen Ruh,
in Bäumen, auf Dächern und Schultern aus Stein.
Dem Schlafe vertrauen sie niemals allein,
und so deckt die Decke der Eintracht sie zu.
 
Doch einer kam später, ist gut noch zu sehen,
ein flatternder Corvus im fallenden Licht.
Dies zeichne er in uns als bleibende Sicht:
Die Gnade vom Trost im Vergehen!

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