Hildesheimer Lyrikwettbewerb 2014: Was mir heilig ist
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1 Humanistisches Manifest am Mi 19 März 2014, 21:30

andiamo


Wettbewerbsteilnehmer
Humanistisches Manifest
 
Im Hirntresor
die harte Währung der Worte
während zwei Kranichkeile
über der Stadt mäandern
ihre heiseren Schreie
mit sich fort führend
unverständlich - nach Süden
 
Uns Erdbodenmenschen
für Sekunden stutzen lassen -
heute lese ich mir selbst eine Messe:
die Kluft zwischen Kranich und Mensch
verhält sich zur Kluft
zwischen arm und reich
wie die Sehnsucht zur Wirklichkeit
wie das Fliegen zum Untergehn ...
wie das Klischee zum Original
 
Und du zitiertest Walt Whitman
»Gib mir ein Feld, auf dem ungemähtes Gras wächst«
dass wir nicht erblicken, was wir voraussehn
dass wir nicht erkranken an der Unheiligkeit
mit den Köpfen in der Cloud statt wie
ehedem in den Wolken
 
Es gibt kein Verhältnis
las ich am heiligen Firmament 
zwischen solchen Extremen
es gibt immer noch Reiche, aber keine
reichen Menschen mehr
weil heutzutage
Menschsein und Reichtum
sich vollkommen ausschließen
 

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